Ehrenmajor Bernd Ramsch – Vollblutschütze, Kamerad, Vorbild

Im Alter von erst 66 Jahren verstarb am 25. April dieses Jahres nach kurzer und schwerer Krankheit der Ehrenmajor der Further Scheibenschützen Bernd Ramsch. Noch im letzten Jahr zu Pfingsten repräsentierte er sein Korps nach 1996/1997 zum zweiten Mal als Scheibenschützenkönig zusammen mit seiner Gerda beim Further Volks- und Heimatfest.

Während seiner fast vierzigjährigen Mitgliedschaft in den Scheibenschützen Neuss-Furth 1932 und der Further St. Sebastianus-Schützenbruderschaft gehörte Bernd Ramsch zu den Aktivposten. Er brachte er sein handwerkliches Geschick als Elektromeister in den Fackelbau seines Korps aber auch in die Elektrifizierung der Further Fackelbauhalle ein. Zuerst als 1. Schießmeister, dann als 2. Schießmeister, von 1991 bis 1995 als 2. Kassierer, als Beisitzer, 1997/1998 als erster Vorsitzender und 15 Jahre lang von 1998 bis 2013 als Major prägte Bernd Ramsch das Leben und die Entwicklung der Further Scheibenschützen.

Im Bund der historischen Schützenbruderschaften nahm Bernd Ramsch an Bezirks- und Diözesandelegiertenversammlungen, bei Bezirks- und Bundesschützenfesten sowie 2008 zusammen mit seiner Gerda sowie Wilfried und Margot Fahle an der Romwallfahrt des Bundes der historischen Schützenbruderschaften teil. Seitdem schmückt der Fahnenwimpel, der von dieser Reise zeugt, die große Tragefahne der Further Scheibenschützen.

Für seine Verdienste wurde Bernd Ramsch mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt. Hier sind unter anderem 2013 die Verleihung des Schulterbandes zum St. Ehrenkreuzes und 2014 als bisher einzigem Träger die Verleihung der goldenen Verdienstnadel der Scheibenschützen Neuss-Furth 1932 zu erwähnen. 2013 trugen ihm seine Further Scheibenschützen als längst gedientem Korpsführer der Vereinsgeschichte in Anerkennung seiner hohen Leistungen und viele Verdienste die Ehrenmitgliedschaft und die Charge des Ehrenmajors an.

Auch am Neusser Bürgerschützenfest nahm Bernd Ramsch 27 Jahre lang in den Reihen seines Grenadierzuges „Treue Jonge von 1948“ teil. Hier bekleidete er jahrelang das Amt des Feldwebels. Nach seinem Ausscheiden aus diesem Amt ernannten ihn die Treue Jonge zu ihrem Ehrenfeldwebel.

Für Bernd waren die Ideale des Bundes der historischen Bruderschaften keine Worte. Er lebte Glaube, Sitte und Heimat, Kameradschaft und Schützenbrüderlichkeit. Bernd Ramsch war über die Grenzen seines Korps ein gerne gehörter Ratgeber innerhalb der Gemeinschaft der Further Schützen.

Mit ihm haben die Further Scheibenschützen eine prägende und unvergessene Persönlichkeit verloren.

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